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Wer hätte das gedacht. Nachdem bereits fast alle Festivals im Juli und August mit Regen kämpfen mussten, hofften natürlich alle, dass Ende August endlich der lang versprochene Sommer eintreffen wird.
Was jedoch dann Anfang letzter Woche passiert ist, übertraf selbst die Aussichten der grössten Pessimisten. Wasser und Schlamm - nein nicht nur auf den Festivalplätzen. Fast die ganze Schweiz war betroffen und in einer der am meisten betroffenen Regionen sollte auch noch ein Musikfestival stattfinden. Die Organisatoren vom move-to-rugenrock haben erst in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch entschieden: move to rugenrock 2005 findet statt! Es war unter diesen Umständen nicht einfach, die ganze Infrastruktur und natürlich auch die nötigen Bewilligungen (wie z.B. Strom) zu erhalten. Ermuntert wurden die Organisatoren und Helfer nicht zuletzt durch viele Hochwasser-Betroffene in der Region. "Lasst das move-to-rugerock starten, wir wollen endlich wieder Mal farbiges Licht und aufgestellte Gesichter sehen."
Somit wurde das fast Unmögliche möglich gemacht und pünktlich um 18:00 Uhr stand Salome Clausen mit Band auf der Bühne. Weiter ging es danach gleich mit Sandee und Band, welche es dann endgültig schafften, dass in der Region Interlaken wieder gefeiert wurde. Ausgerockt wurde der erste Festivaltag mit Aextra. Nicht selbstverständlich war auch, dass man im Festzelt vom "Goldenen Anker, Interlaken" verwöhnt wurde. Der Anker wurde Anfang Woche überschwemmt und auch an diesem Sonntag waren die Aufräumarbeiten rund um den Anker noch nicht abgeschlossen. Zudem bleibt der Anker bis auf weiteres geschlossen. Das Ankerteam bewirtete jedoch die Festivalbesucher auf dem Rugenbräu-Areal mit köstlichem Essen.
Am Samstag waren noch zwei Mundart-Bands auf dem Programm. Nachdem die junge Newcomerband "Pegasus" (leider keine Mundart-Songs) die noch spärlich anwesenden Leute "aufweckte", folgte danach die Mundart-Band Solegx. Weiter hätten Airbäg aus der Region Brienz auf der Bühne stehen sollen. Da jedoch Marc Trauffer als Gemeinderat und zwei Bandmitglieder, infolge Wehrpflicht wegen Hochwasser, nicht auftreten konnten, mussten die Organisatoren kurzfristig einen Ersatz für Airbäg auftreiben. Mit " Hamschter", welche am Freitag noch als Besucher auf dem Gelände waren und nicht wussten, dass sie am Samstag spielen würden, fand das OK einen würdigen Ersatz. Abgeschlossen wurde das Festival in den frühen Morgenstunden durch Roots 66 feat. Polo Hofer. Polo beglückte die einheimischen Fans mit vielen Mundartliedern aus seinem Repertoire.
Das move-to-rugenrock 2005 wird sicher nicht so schnell vergessen und in die Geschichte des noch jungen aber feinen Festivals eingehen.
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