: Heute war ja nicht gerade ideales Wetter für ein Openair. Wenn Du da so am „Trockenen“ auf der Bühne stehst, hast Du da nicht ein schlechtes Gewissen, gegenüber dem Publikum, welches im Regen und Schlamm stehen muss? |
Thomas: Ich hätte mich echt nicht darum gerissen, nach unten zu springen. Die Leute sind ja echt super! Sie stehen im Regen und Sumpf und hören uns Bands zu. Ich bewundere diese Leute und finde es echt toll. Ob ich ein schlechtes Gewissen habe? Thomas lacht – diese Frage ist ein bisschen gemein.
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: Das aktuelle Album „Nachtschwimmer“ ist nun seit einem Jahr auf dem Markt. Hat sich zwischen der Tour nach dem ersten Album „Lockstoff“ und der aktuellen „Nachtschwimmer“-Tour etwas verändert? Ihr seid ja auch nicht mehr mit der gleichen Band unterwegs? |
Thomas: Die Band ist ja nicht vollkommen neu. Von den ursprünglichen 4 Bandmitgliedern ist Christian Lauber nicht mehr dabei und beim Schlagzeuger hatten wir mehrfachen Wechsel. Wir waren jetzt zum ersten Mal 6 Leute und das ist schon etwas anders. Die erste Tour war für uns unsicherer. Vieles war für uns sehr neu und wir haben viel gelernt und auf der ersten Tour ist auch einiges schief gelaufen. Wir hatten auch innerhalb der Tour einen Wechsel des Schlagzeugers und das war nicht ganz einfach. Die jetzige Tour konnten wir „taff“ durchziehen und das ist cool! Bei dieser zweiten Tour sind wir eine richtige Band, welche mittlerweile auch sehr gut zusammengewachsen ist.
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: Für eure erste CD habt ihr gleich mit Sony einen Vertrag abgeschlossen. War da nicht eine Angst vorhanden, gerade bei einer grossen Plattenfirma wie Sony einzusteigen. Da könnte man als Newcomerband vielleicht in der Masse untergehen? |
Thomas: Unsere Band gibt es ja schon seit 14 Jahren und Ziel war es natürlich immer eine eigene Platte aufnehmen zu können. Wir haben es überall versucht und bei Sony klappte dann endlich geklappt. Verständlich, dass wir da natürlich nicht „Nein“ gesagt haben.
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: Für „Nachschwimmer“ habt ihr ja zu BMG gewechselt. In der Zwischenzeit haben Sony und BMG zu SonyBMG fusioniert. War diese Situation für euch nicht etwas komisch? |
Thomas: Wir waren zuerst bei Sony und haben uns dann entschieden für das zweite Album nicht mehr zusammen zu arbeiten und haben dann zu BMG gewechselt. Kaum war „Nachtschwimmer“ erschienen, haben diese beiden Firmen fusioniert. In der Schweiz hat ja vor allem Sony die Leitung übernommen und das war am Anfang schon ein bisschen komisch, aber eigentlich nur vom Gefühl her. Zur Zeit fühlen wir uns wohl bei SonyBMG und würden gerne ein weiteres Album lancieren.
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 : Für „Nachtschwimmer“ hast Du die gesamte Musik und alle Texte selber geschrieben. Woher nimmt Thomas so viel Zeit her?
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Thomas: Ich habe ja auch 3 Jahre gebraucht – lacht! Ich arbeite ca. 50% als Musiklehrer und habe daneben schon relativ viel Zeit zum Schreiben. Doch man schreibt ja meistens nicht auf Akkord, sondern dann, wenn einem die Ideen kommen. Ich muss gestehen, ich hatte auch etwas Mühe ein ganzes Album zu schreiben. Beim Ersten hat man unendlich Zeit und für das Zweite muss es dann schnell gehen und dass war auch ein sehr grosser Druck, den ich spürte und er hat mich manchmal auch ein wenig blockiert. Schlussendlich hat es ja dann doch geklappt. Für das nächste Album sind wir bereits am Schreiben und auch mein Bruder Martin und der Bassist „Al“ sind am Schreiben. Wie viele Songs jedoch dann von jedem auf das Album kommen wird sich noch herausstellen, aber es nimmt mir auf jeden Fall den Druck, alleine ein Album schreiben zu müssen.
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: Auf der neuen CD hast Du das Lied „Nachricht“ eurem ehemaligen Bandmitglied Christian gewidmet. Diese Trennung scheint Dich sehr berührt zu haben? |
Thomas: Christian hat 12 Jahre mit uns gespielt. Wenn jemand so lange in einer Band spielt und diese dann verlässt, bleibt einfach eine Lücke stehen, die man nicht so schnell schliessen kann. Für mich persönlich war es schon schlimm. Privat sind wir natürlich immer noch in Kontakt, da er nur 200 Meter von mir weg wohnt. Wir haben zum Glück „Al“ rasch gefunden und er hat diese Lücke als Bassist füllen können und Christian habe ich als Freund natürlich immer noch.
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: Garcia ist ja nicht ein typisches Schweizer Geschlecht. Woher stammen Deine Wurzeln? |
Thomas: Mein Vater stammt aus Spanien uns ist mit 13 Jahren in die Schweiz gekommen und meine Mutter ist Schweizerin. Somit bin ich bin ein halber Spanier, aber ich bin in der Schweiz aufgewachsen und hier ist auch meine Heimat. Klar habe ich auch zu Spanien eine Verbindung, es ist nicht ein Heimatgefühl, jedoch bin ich natürlich gerne dort.
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: Wieso dann nicht mal Lieder in spanisch komponieren oder bleibt es (hoffentlich) bei mundart? |
Thomas: Ich habe es auch schon versucht, ein paar Texte ins Spanische zu übersetzen, bis jetzt ist jedoch noch nichts Konkretes entstanden. Ich muss auch gestehen, dass ich nicht so gut spanisch kann, wie mundart. Ich kann mich in mundart auch besser ausdrücken. Das ist auch der Grund, dass ich in mundart singe.
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: Von der ersten CD „Lockstoff“ bis zum aktuellen Album „Nachtschwimmer“ mussten wir 3 Jahre warten. „Nachtschwimmer“ ist nun seit einem Jahr auf dem Markt. Müssen wir uns nun noch 2 Jahre gedulden, bis die nächste Lockstoff-CD in den Platteläden aufliegt? |
Thomas: Ganz bestimmt nicht. Es ist geplant, dass im 2006 die nächste CD erscheint und wir werden unsere Möglichstes dazu beitragen. Ziel ist es im nächsten Jahr wieder auf den Openair – Bühnen zu stehen.
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: Herzlichen Dank für das Interview. Wir freuen uns bereits auf das nächste Lockstoff-Album! |