: "Buebetröim" ist euer zweites Album. Geht man beim zweiten Album anders vor, als beim Erstling?
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Thomas Kull: Seit dem ersten Album sind vier Jahre vergangen. Wir haben in dieser Zeit viele Live-Konzerte gespielt und so herausgefunden, was für uns funktioniert und was nicht. Diese Erfahrungen haben uns bei den Aufnahmen der neuen CD enorm geholfen.
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: Man sagt immer für den Erstling hat man endlos zwei. Beim zweiten Album kommt dann schon der Druck der Fans und der Plattenfirma. Hast Du das auch gespürt?
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Thomas Kull: Wir hatten die Veröffentlichung eigentlich schon im Sommer 2005 geplant. Wir haben aber dann im Lauf der Produktion gemerkt, dass das Album noch nicht ganz ausgereift war und haben uns dann entschieden, uns etwas mehr Zeit zu geben. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass wir das so gemacht haben und nicht aus Termindruck Kompromisse eingegangen sind.
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: Auf „Buebetröim“ singst Du Lieder über allerlei Träume. Was hat Thomas Kull noch für Träume? |
Thomas Kull: Ich entdecke für mich immer wieder neue Träume, und da bin ich sehr dankbar dafür. Denn ich denke, dass es wichtig ist, träumen zu können. Das hilft mir, das Leben mit allen Höhen und Tiefen intensiv zu erleben.
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: Ich habe auch schon gelesen, dass man Dich als "Polo Hofer mit Zürcher Dialekt" betitelt? Ehrt Dich so ein Vergleich oder ist das eher eine Belastung?
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Thomas Kull: Solch ein Vergleich hat immer zwei Seiten. Natürlich ist es eine Ehre, mit dem „Urvater“ des Mundartrock verglichen zu werden. Auf der anderen Seite ist es uns wichtig, unseren eigenen Charakter in unserer Musik zum Ausdruck zu bringen und nicht einfach eine Kopie von jemandem zu sein.
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: Ist es in der Mundart-Szene ein Nachteil, wenn man nicht "berndeutsch" singt?
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Thomas Kull: Wir spüren die Skepsis gegenüber dem Zürcher Dialekt schon. Umso schöner ist es dann aber, wenn Leute auf uns zukommen und sagen, eigentlich hätten sie immer gedacht, Mundartrock funktioniere nur auf „Berndeutsch“, aber unsere Lieder hätten Sie vom Gegenteil überzeugt.
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: Was hat Dich dazu bewogen in Mundart und nicht z.B. in Englisch zu singen?
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Thomas Kull: Meine ersten Songs habe ich in Englisch geschrieben. Irgendwann habe ich dann aber gemerkt, dass ich mich viel genauer ausdrücken kann in meiner Muttersprache.
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: Wann und wie entstehen die Songs und Texte Deiner Lieder?
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Thomas Kull: Die Ideen kommen irgendwann, beim Einkaufen, Autofahren oder vor dem Einschlafen. Das kann ich nicht steuern. Meistens mache ich mir dann kurz Notizen. Um einen Song richtig auszuarbeiten, nehme ich mir dann viel Zeit, bis ich die Idee, die am Anfang stand, wirklich auf den Punkt gebracht habe.
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: Auf eurer Homepage kann man sich für den 200er Club anmelden. Was ist das für ein Club?
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Thomas Kull: Dieser Club wurde für Fans gegründet, die uns bei der Cd-Produktion finanziell unterstützen wollten. Jetzt, wo die Cd fertig ist, werden wir den Club weiterführen für Leute, die uns auf unserer Tour unterstützen wollen. Wir werden auf unserer Website demnächst genauer darüber informieren.!
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: Die "ThomasKullBand" unterstützt das Projekt "Sternschnuppe". Von jeder verkauften CD geht ein Betrag an dieses Projekt. Wie ist diese Idee entstanden?
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Thomas Kull: Die Grundidee kam von unserer Plattenfirma Turicaphon. Gemeinsam haben wir dann das Projekt ausgesucht und uns für „Sternschnuppe“ entschieden. Die Zusammenarbeit steht erst am Anfang, aber ich habe ein sehr gutes Gefühl und freue mich sehr darauf.
: Du wirst auch einem Kind aus dem "Sternschnuppe"-Projekt ermöglichen, einen Song mit Musicstars aus der ersten Staffel aufzunehmen. Kannst du uns schon etwas mehr über dieses Projekt erzählen?
| Thomas Kull: Das Kind hat eine schwere Erkrankung der Atemwege und wünscht sich, einmal ein eigenes Lied aufzunehmen. Ich werde demnächst ins Welschland reisen, um das Mädchen zu besuchen und mit ihm über seinen Wunsch zu reden und zu schauen, wie wir das im Studio am besten realisieren.
: Was macht Thomas Kull wenn er mal nicht mit "Musikmachen" beschäftigt ist?
| Thomas Kull: Da ich für Konzerte oft unterwegs bin, geniesse ich es, wenn ich mal zuhause ausspannen und mir im Fernsehen einen guten Film ansehen kann. Was ich auch sehr gerne mache ist, Bilder zu malen. Nur komme ich leider in letzter Zeit fast nicht dazu, den Pinsel und die Farben hervorzuholen.
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: Wir möchten uns bei Dir ganz herzlich für die Beantwortung der Fragen bedanken. Wir wünschen euch viel Erfolg mit „Buebetröim“ und natürlich viel tolle Konzerte.
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