: „Dä wo’s het“ ist bereits euer drittes Album. Ihr habt für dieses Album auch die Plattenfirma gewechselt. Wird der Druck von Seiten der Fan’s und der Plattenfirma von Album zu Album grösser?
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Mauro Corchia: Nein…Ich glaube nicht, dass man von Druck reden kann. Wenn eine Plattenfirma eine Band unter Vertrag nimmt ist es nichts anderes als eine Bestätigung gute Songs geschrieben zu haben. D.h., wenn die Songs noch ohne einen Deal bei einer Plattenfirma entstanden sind, hat man sie ja nicht unter Druck geschrieben…Ich bin sicher, das beste ist immer das zu tun, was man am liebsten tut oder Songs zu schreiben die man liebsten schreibt…das ist meine Befriedigung und auch die der Fans.
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: Verändern sich die Arbeiten am Album und im Studio, wenn man bereits eine gewisse Routine hat?
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Mauro Corchia: Ich schreibe keine Songs, wenn ich keine Inspiration oder keine Ideen für diese habe. Wenn ich also einen Song schreibe oder ein Album aufnehme ist es immer wieder eine neue Herausforderung...und es treten auch immer wieder neue Probleme auf. Vielleicht teilt man mit der Routine die Zeit ein bisschen besser ein. Aber wenn man immer interessantere Alben produzieren will braucht man die gesparte Zeit wieder für neues auf.
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: Wie kam die Idee, dass man Reggae-Songs auch in Mundart singen kann? |
Mauro Corchia: Wir hatten einfach Lust, dass die Leute uns verstehen und vor allem unsere Songs verstehen können. Da Englisch nicht gerade meine gängigste Sprache ist, bin ich der erste der sich nervt, wenn im Radio ein Song läuft, der mir musikalisch gut gefällt aber ich kein Wort verstehen kann. Ich hab dann immer das Gefühl verarscht zu werden. Ich denke auch, dass wir uns in der eigenen Sprache am besten ausdrücken können.
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: Wie entstehen eure Songs?
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Mauro Corchia: Es ist verschieden...manchmal pfeiffe ich eine Melodie und suche die Wörter und die Begleitung dazu. Manchmal habe ich die Wörter und suche eine Melodie dazu…manchmal auch beides auf einmal. Ich schreibe die Songs zuerst im Kopf und versuche sie dann so gut wie möglich vom Kopf auf ein Aufnahmegerät zu Kopieren. Aber es ist sehr verschieden.
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: Auf „Cosa Nosta“ hat Polo Hofer beim Song “so viu Glück” mit gesungen. Was habt ihr für eine Beziehung zum Musikschaffen von Polo?
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Mauro Corchia: Es ist nicht wirklich eine beidseitige Beziehung…d.h. ich bin mit Polos Musik aufgewachsen. Ich hörte sie in der Schule auf früheren Partys usw…und plötzlich hat er akzeptiert auf einem unserer Rhyddims ein Duett mit mir zu singen. Was mich an Polo beeindruckt und ich ihn und seine Musik deswegen sehr respektiere, sind die vielen Jahre Erfahrung im Showbusiness…Hut ab...habe grossen Respekt…
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: Polo Hofer zählt euch zum hoffnungsvollen Nachwuchs. Bis jetzt konntet ihr schweizweit noch nicht durchstarten. Ist Reggae und Worldmusik einfach nicht mehrheitsfähig?
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Mauro Corchia: Doch, Doch…Ohren müssen sich zuerst an Neues gewöhnen. Die ganze Reggae, Hip Hop, und Blackmusikwelle kommt langsam auf…wir sind geduldig und vor allem geht’s auch nicht ums durchstarten…es geht darum etwas zu kreieren, dass einen Tages anerkannt wird. Darum mischen wir Blackmusig mit Rock und Pop…einfach jeden Stil den wir gerne auch selber zu Hause hören. Wenn man Stilmässig nichts riskiert…startet man vielleicht eines Tages durch, aber man wird nie den „Kultstatus“ erreichen können. Darum gehen wir lieber auf Risiko aus.
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: Ihr habt das zweite Album „Cosa Nostra“ für den Endschliff sogar nach Jamaika geschickt. Woher kommen eure Beziehungen zu Jamaika?
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Mauro Corchia: Unser Ex-Drummer hatte Beziehungen zu Jamaika. Ich war auch mal dort, allerdings nur ferienmässig unterwegs. Meine einzige Verbindung zu Jamaika ist der Sound…
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: Was bedeutet für euch Jamaika und Reggae?
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Mauro Corchia: Für mich bedeutet Jamaika nicht mehr und nicht weniger als jedes andere Land auf der Welt es auch tut…Reggae hingegen ist für mich der Herzschlag der mir die Kraft gibt diese Welt ertragen zu können. Ich habe diesen Groove immer geliebt und habe mich mit ihm auseinander gesetzt. Bis ich die Wurzel gefunden und verstanden habe…Im Reggae bin ich mich selbst.
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: Welche CD’s von Schweizer Mundart-Bands liegen bei einer Reggaeband zuhause rum?
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Mauro Corchia: Also ich weiss nicht, wies bei einer Reggaeband aussieht, aber bei mir liegt Polo und Züri West zuhause rum.
: Wieso soll ein Mundart-Rock-Fan eure CD kaufen?
| Mauro Corchia: Weil es Mundart ist und weil Rock einen grossen Einfluss auf unseren Sound hat….wir nennen unseren Stil „Pop Rock Reggae“
: Was sind eure Pläne und Ziele für die nächsten Jahre?
| Mauro Corchia: Wir planen nicht so weit voraus…jetzt sind wir mit der Scheibe live unterwegs und freuen uns darauf unsere Fans von unserem Sound live weiter zu überzeugen.
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: Wir möchten uns bei Dir ganz herzlich für die Beantwortung der Fragen bedanken. Wir wünschen euch viel Erfolg mit „Dä wo's het“ und natürlich viel tolle Konzerte.
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Wir verlosen 3 CD's "Dä wo's het" von Fusion Square Garden |
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