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Nach dem Überraschungserfolg von «Buebetröim» meldet sich das Swiss Jazz Orchestra mit dem zweiten Teil zurück. Nachdem die Jazzer unter der Leitung von Stephan „Gesa“ Geiser beim Debüt vor allem mit bewährten Stars aus der Schweizer Szene zusammen gearbeitet haben, durfte diesmal auch die jüngere Garde ran. Eines ist geblieben: es klingt verblüffend gut, wenn Pop- und RockmusikerInnen mit einer mit allen Wassern gewaschenen Bigband ihre eigenen Songs auf eine ganz neue Art interpretieren, ohne die Originalversionen aus den Augen zu verlieren. Nachzuhören sind diese poppigen Swingperlen – oder eher umgekehrt? – auf «Buebetröim 2». Dass Ritschi, Marc Sway, Heidi Happy & Co. nicht nur im Studio bestens harmonierten, darf das geneigte Konzertpublikum ab dem 25. November 2009 auf einer ausgedehnten Schweizer Konzertreise erfahren.
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09.10.2009 |
Swiss Jazz Orchestra and Friends
Sina, Ritschi, Michal v.d. Heide, Heidi Happy, Marc Sway, Gigi Motto, Freda Goodlett, Adrian Stern
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Buebetröim Vol. 2 |
Man hätte es sich einfach machen können und für «Buebetröim 2» noch einmal mit den gleichen Musikern zusammen arbeiten können. Hits hätten Kuno, Polo, Büne & Co. noch haufenweise herumliegen gehabt. Die Versuchung wäre sicher gross gewesen, denn das vor zwei Jahren veröffentlichte Projekt «Buebetröim» erwies sich als veritabler Grosserfolg. Die CD konnte sich fast zwei Jahre lang in den Top Ten der iTunes-Charts platzieren, ausserdem war «Buebetröim» die erste Schweizer Bigband-CD in der regulären Hitparade. Nach der Veröffentlichung folgten zahlreiche Konzerte, unter anderem trat das mit Gastsängern verstärkte Swiss Jazz Orchestra mit «Buebetröim» am Argovia-Fäscht, im KKL Luzern, am Gurten-Festival oder sogar in der grossen Samstagabend-Kiste «Benissimo» auf.
Die Versuchung wäre also nahe gelegen, für «Buebetröim 2» noch einmal auf das gleiche Strickmuster zurück zu greifen. Die Betonung liegt im Konjunktiv, Projektleiter und SJO-Bandleader Stephan «Gesa»Geiser hat keine Sekunde daran verschwendet, Bewährtes auf Autopilot noch einmal ins Rennen zu schicken. „Mich interessierte, wie jüngere Schweizer Pop-und Rockmusiker ihre Songs zusammen mit uns interpretieren würden. Bei der ersten «Buebetröim»-Platte blieben wir relativ nahe bei den Originalen, diesmal wollte ich weiter gehen.“ Weiter gehen hiess diesmal: mehr Freiheit für die Arrangeure, die Songs der Popstars sollten in einem ganz neuen Gewand auferstehen. Ganz verfremden wollte man die Originale aber nicht, die Höhepunkte aus Ritschis Soloalben sollte genau so erkennbar bleiben wie beispielsweise die Hühnerhautballade «Foolishly In Love» von Marc Sway, «Jeudi Amour» von Michael von der Heide oder «Wenn nid jetzt, wenn dänn» von Sina. Mit von der Partie sind aber auch die bezaubernde Heidi Happy, der begnadete Adrian Stern, die kraftvolle Bluesstimme Freda Goodlett oder die Zürcher Soulröhre Gigi Moto.
Die Crème de la Crème der helvetischen Singer/Songwriter-Zunft hat sich aber nicht nur mit eigenen Trouvaillen beschäftigt, sondern sich auch ohne Scheu Fremdkompositionen zugewandt: Marc Sway macht den Ray-Charles-Klassiker «Georgia» zusammen mit Freda Goodlett, Gigi Moto und Heidi Happy und dem Swiss Jazz Orchestra zu einem Hörvergnügen par excellence, und mit der ersten Singleauskopplung «So wie denn in Las Vegas» findet sich gar ein ganz neuer Song, der durchaus als Hymne für die «Buebetröim»-CD herhalten könnte. Schwelgen ist angesagt, ein Zurückschauen in jene Zeit, als Las Vegas der Nabel der Musikwelt war, als von dort aus Frank Sinatra Hit um Hit in die Welt hinausschleuderte und zusammen mit seinen «Rat Pack»-Kollegen Sammy Davis Jr. und Dean Martin die Szene aufmischte. Göttinnen der Leinwand bezirzten auch in Schwarz-weiss. Und natürlich war Swing der coolste Sound der Zeit. Die intensive, gut einjährige Zeit der Entstehung von «Buebetröim 2» hat sich definitiv gelohnt: die CD bietet köstliche Swing-Schmeicheleinheiten, ein grossartig aufspielendes Swiss Jazz Orchestra und einen erfrischenden Mix aus Mundart und englisch singenden Singer/SongwriterInnen, die sich mit grösstem Vergnügen daran gemacht haben, lustvoll und ohne Scheuklappen über ihren eigenen musikalischen Tellerrand hinaus zu schauen.
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